wienwood 05 - Holzbaupreis
proHolz Austria - Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft

Die Preise wurden in folgenden Kategorien vergeben:

  • Wohnbau
    Mehrfamilienhäuser / Einfamilienhäuser,
    Um- und Zubauten, z.B. auch Dachbodenausbauten
  • Öffentliche Bauten
    Schulen, Kindergärten, Verkehr, etc.
  • Gewerbebau
  • Innenraumgestaltung / Sonstiges
    Geschäftslokale, Gastronomie, etc.

Das Preisgeld wird an die ArchitektIn(nen), eine Trophäe an den/die BauherrIn(nen) vergeben. An den/die ArchitektIn(nen), den/die BauherrIn(nen) sowie den/die ausführenden Holzbaubetrieb(e) der Siegerprojekte wird eine Holzbaupreis-Urkunde verliehen. Insgesamt wird ein Preisgeld von 14.000,-- Euro vergeben.

Bei Objekten, die neben ihrer generellen Qualität durch besondere Leistungen in speziellen Bereichen herausragen, z.B. durch besondere Holzinnovationen, neue Produktkonzepte, ökologische Gesamtkonzepte, kann die Jury Sonderpreise vergeben.

wienwood 05 – Ausgangslage

Seit einigen Jahren werden in fast allen österreichischen Bundesländern Holzbaupreise ausgeschrieben. In Wien war das bisher nicht der Fall. Es ist nicht selbstverständlich, ausgerechnet in Wien Holz-Bau-Architektur zu prämieren. Fast scheint es, als ob den Städten andere Baumaterialien wie Stein, Mauerwerk, Stahl oder Glas besser zu Gesicht stehen würden als der traditionelle, teilweise immer noch ländlich konnotierte Werkstoff Holz. Zwar wird auch hier Holz gerne zur Auskleidung von Bauten, für das wohnliche Interieur akzeptiert. Sobald es aber konstruktiv angewandt wird, beispielsweise für Wand- und Bodenaufbauten, für Dachkonstruktionen, Fenster- und Türelemente, wird Holz vielfach unsichtbar eingesetzt oder aber zumindest hinter einer dicken Lackmaske versteckt.

Die Renaissance des Holzbaus in den letzten Jahren hat zu einem ganz neuen Selbstverständnis des Materials geführt. Dies vor allem deshalb, weil die vielschichtigen Eigenschaften dieses Werkstoffes den zeitgemäßen funktionellen und gestalterischen Ansprüchen entsprechend gefordert und genutzt werden. Der heutige Holzbau ist weder provinziell noch urban, weder romantisch noch billig, sondern universell, kompatibel, leistungsfähig, ungeschminkt und modern. Deshalb zeigt er wieder Gesicht, vermehrt auch im urbanen Raum. Gerade in Wien wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl an bemerkenswerten Bauten errichtet, die teilweise oder vorwiegend aus Holz bestehen. Und das nicht nur an der Peripherie, sondern auch im städtischen Gefüge. Dabei sind Um- und Zubauten genauso ein Thema wie der mehrgeschossige Wohnbau, Dachbodenausbauten genauso wie der Gewerbebau oder verschiedenste Einzelobjekte.

Die Emanzipation des Werkstoffes Holz in der zeitgemäßen Architektur hat viele sachliche und emotionelle Gründe. Etwas aber hat Holz anderen Baustoffen definitiv voraus: die Verwendung schont die Umwelt statt sie zu belasten, und es handelt sich um einen nachhaltig nachwachsenden Rohstoff. Die Stadt Wien gehört zu den waldreichsten Großstädten weltweit. Sie ist – eine andere verblüffende Tatsache – nach den Österreichischen Bundesforsten der zweitgrösste Waldbesitzer Österreichs.

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